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Hilfe für die Praxis

– bewährte Kozepte
zur Brandschutzerziehung und -aufklärung

Best Practice / Rauchwarnmelderpflicht (Musterbeispiel)

Titel
Rauchwarnmelderpflicht (Musterbeispiel)

Datum / Ort
20.02.17, Verband der Feuerwehren NRW
Stadt / Verfasser
Wuppertal, Verband der Feuerwehren NRW

Teilnehmerzahl
24

 
Thema / Ziel
Die neuen Vorschriften für Vermieter/Wohneigentümer zur Anbringung von Rauchwarnmeldern mit Schwerpunkt auf den gesetzlichen Anforderungen des Landes Nordrhein-Westfalens.. In Deutschland ist die Verpflichtung zur Ausstattung von Wohnungen mit Rauchwarnmeldern in der jeweiligen Landesbauordnung der einzelnen Bundesländer geregelt. Mit Stand Juli 2016 haben alle 16 Länder die Ausstattung von Wohnungen mit Rauchwarnmeldern für “Neubauten und umfangreiche Umbauten” gesetzlich festgelegt. Zuletzt hat Berlin im Juni 2016 seine Bauordnung ergänzt. Die Rauchmelderpflicht tritt dort für Neubauten am 1. Januar 2017 in Kraft. Vielen Vermietern/Wohneigentümern ist dieser Umstand nicht bekannt. Durch die Aufklärung über die gesetzliche Vorschrift und praktische Hinweise zur korrekten Installation von geeigneten Rauchwarnmeldern sollen Wissensdefizite abgebaut und eine flächendeckende Einhaltung der neuen gesetzlichen Anforderung erreicht werden.

Durchführung
Bereitstellung der gesetzlichen Grundlagen: Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat am 04.12.2012 die Änderung der Landesbauordnung beschlossen. Am 20.03.2013 wurde im Landtag beschlossen, den §49 der Landesbauordnung NRW durch den folgenden Absatz 7 zu ergänzen: (7) In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Dieser muss so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Wohnungen, die bis zum 31.03.2013 errichtet oder genehmigt sind, haben die Eigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31.03.2013 selbst übernommen. Es gelten folgende Pflichten und Übergangsregelungen sowie Verantwortlichkeiten: Einbaupflicht - für Neu- und Umbauten: ab 01.04.2013 - für bestehende Wohnungen: bis 31.12.2016 Mindestens ein Rauchwarnmelder ist einzubauen in allen - Schlafräumen - Kinderzimmern - Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen Verantwortlich - für den Einbau: der Eigentümer - für die Betriebsbereitschaft: der Besitzer (bei Mietwohnungen = Mieter)

Feedback
Die Veranstaltung wurde gut aufgenommen. Die Annahme, das vielen Vermietern/Wohneigentümern die neue gesetzliche Anforderung nicht im Detail bekannt ist, konnte bestätigt werden. Es besteht weiterhin Aufklärungsbedarf. Folgende ergänzende Fragen kamen im Lauf der Veranstaltung auf: Frage 1. Gehört das Treppenhaus ebenfalls zum Fluchtweg oder nur der Flur in der Wohnungsetage? Zu 1.) Die Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern betrifft nur die Wohnung. (Damit sind natürlich auch Einfamilienhäuser, Reihenhäuser usw. gemeint.) Ein gemeinschaftlich genutztes Treppenhaus in einem Mehrfamilienhaus (auch zum Beispiel Kellerräume usw.) gehören zu keiner Wohnung und sind somit nicht betroffen. Frage 2. In welchem Abstand sind die Funktionsprüfungen auszuführen? Zu 2.) Maßnahmen und deren zeitliche Intervalle für den Betrieb der Rauchwarnmelder gehen einzig und alleine aus der Betriebsanleitung für das verwendete Gerätes hervor. Frage 3. Sind die Prüfungen schriftlich festzuhalten ? Zu 3.) Uns ist keine Vorschrift bekannt, nach der die Funktionsprüfung der Rauchwarnmelder durch die Bewohner dokumentiert werden muss. Was anderes ist natürlich die Prüfung durch einen Fachmann; der dokumentiert die Maßnahmen fachgerecht. Frage 4. Bei festverbauten Batterien in RM ist das Ende der Battereilaufzeit auch das Ende des RM. Bei nicht festverbauten Batterien in RM wo die Batterei erneuert werden kann, wie lange darf ich da einen RM wieder benutzen? Zu 4.) Unabhängig von der Art der Stromversorgung (fest eingebaute Batterie, wechselbare Batterie oder externe 230V-Stromversorgung) muss auf jedem Rauchwarnmelder ein Datum angegeben sein, bis zu dem das Gerät ausgetauscht werden muss. Das angegebene Datum gilt unter üblichen Bedingungen in einer (beheizten) Wohnung und regelmäßiger Instandhaltung nach Betriebsanleitung. Meist liegt das Austauschdatum bei Rauchwarnmelder mit fest eingebauten Batterie etwa 11 bis 12 Jahre nach dem Produktionsdatum. Bei Rauchwarnmeldern mit wechselbarer Batterie sind es manchmal nur 5 Jahre.

Materialien
Rauchwarnmelder mit fest verbauter Batterie Plakat "Rauchwarnmelder – werden Sie aktiv" Artikelnummer 2.04.001.0.0170.0, shop.sicherheitserziehung.de Plakat "Rauchwarnmelder – bald sind sie überall Pflicht" Artikelnummer 2.04.001.0.0167.0, shop.sicherheitserziehung.de Broschüre "Rauchwarnmelder helfen Leben retten" Artikelnummer 2.04.001.0.0012.0, shop.sicherheitserziehung.de Haftnotiz mit Vordruck "Rauchmelder kaufen" Artikelnummer 2.04.001.0.0171.0, shop.sicherheitserziehung.de
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Best Practice / Rauchwarnmelderpflicht (Musterbeispiel)

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Rauchwarnmelderpflicht (Musterbeispiel)

Datum / Ort
20.02.17, Verband der Feuerwehren NRW
Stadt / Verfasser
Wuppertal, Verband der Feuerwehren NRW

Teilnehmerzahl
24

 
Thema / Ziel
Die neuen Vorschriften für Vermieter/Wohneigentümer zur Anbringung von Rauchwarnmeldern mit Schwerpunkt auf den gesetzlichen Anforderungen des Landes Nordrhein-Westfalens.. In Deutschland ist die Verpflichtung zur Ausstattung von Wohnungen mit Rauchwarnmeldern in der jeweiligen Landesbauordnung der einzelnen Bundesländer geregelt. Mit Stand Juli 2016 haben alle 16 Länder die Ausstattung von Wohnungen mit Rauchwarnmeldern für “Neubauten und umfangreiche Umbauten” gesetzlich festgelegt. Zuletzt hat Berlin im Juni 2016 seine Bauordnung ergänzt. Die Rauchmelderpflicht tritt dort für Neubauten am 1. Januar 2017 in Kraft. Vielen Vermietern/Wohneigentümern ist dieser Umstand nicht bekannt. Durch die Aufklärung über die gesetzliche Vorschrift und praktische Hinweise zur korrekten Installation von geeigneten Rauchwarnmeldern sollen Wissensdefizite abgebaut und eine flächendeckende Einhaltung der neuen gesetzlichen Anforderung erreicht werden.

Durchführung
Bereitstellung der gesetzlichen Grundlagen: Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat am 04.12.2012 die Änderung der Landesbauordnung beschlossen. Am 20.03.2013 wurde im Landtag beschlossen, den §49 der Landesbauordnung NRW durch den folgenden Absatz 7 zu ergänzen: (7) In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Dieser muss so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Wohnungen, die bis zum 31.03.2013 errichtet oder genehmigt sind, haben die Eigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31.03.2013 selbst übernommen. Es gelten folgende Pflichten und Übergangsregelungen sowie Verantwortlichkeiten: Einbaupflicht - für Neu- und Umbauten: ab 01.04.2013 - für bestehende Wohnungen: bis 31.12.2016 Mindestens ein Rauchwarnmelder ist einzubauen in allen - Schlafräumen - Kinderzimmern - Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen Verantwortlich - für den Einbau: der Eigentümer - für die Betriebsbereitschaft: der Besitzer (bei Mietwohnungen = Mieter)

Feedback
Die Veranstaltung wurde gut aufgenommen. Die Annahme, das vielen Vermietern/Wohneigentümern die neue gesetzliche Anforderung nicht im Detail bekannt ist, konnte bestätigt werden. Es besteht weiterhin Aufklärungsbedarf. Folgende ergänzende Fragen kamen im Lauf der Veranstaltung auf: Frage 1. Gehört das Treppenhaus ebenfalls zum Fluchtweg oder nur der Flur in der Wohnungsetage? Zu 1.) Die Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern betrifft nur die Wohnung. (Damit sind natürlich auch Einfamilienhäuser, Reihenhäuser usw. gemeint.) Ein gemeinschaftlich genutztes Treppenhaus in einem Mehrfamilienhaus (auch zum Beispiel Kellerräume usw.) gehören zu keiner Wohnung und sind somit nicht betroffen. Frage 2. In welchem Abstand sind die Funktionsprüfungen auszuführen? Zu 2.) Maßnahmen und deren zeitliche Intervalle für den Betrieb der Rauchwarnmelder gehen einzig und alleine aus der Betriebsanleitung für das verwendete Gerätes hervor. Frage 3. Sind die Prüfungen schriftlich festzuhalten ? Zu 3.) Uns ist keine Vorschrift bekannt, nach der die Funktionsprüfung der Rauchwarnmelder durch die Bewohner dokumentiert werden muss. Was anderes ist natürlich die Prüfung durch einen Fachmann; der dokumentiert die Maßnahmen fachgerecht. Frage 4. Bei festverbauten Batterien in RM ist das Ende der Battereilaufzeit auch das Ende des RM. Bei nicht festverbauten Batterien in RM wo die Batterei erneuert werden kann, wie lange darf ich da einen RM wieder benutzen? Zu 4.) Unabhängig von der Art der Stromversorgung (fest eingebaute Batterie, wechselbare Batterie oder externe 230V-Stromversorgung) muss auf jedem Rauchwarnmelder ein Datum angegeben sein, bis zu dem das Gerät ausgetauscht werden muss. Das angegebene Datum gilt unter üblichen Bedingungen in einer (beheizten) Wohnung und regelmäßiger Instandhaltung nach Betriebsanleitung. Meist liegt das Austauschdatum bei Rauchwarnmelder mit fest eingebauten Batterie etwa 11 bis 12 Jahre nach dem Produktionsdatum. Bei Rauchwarnmeldern mit wechselbarer Batterie sind es manchmal nur 5 Jahre.

Materialien
Rauchwarnmelder mit fest verbauter Batterie Plakat "Rauchwarnmelder – werden Sie aktiv" Artikelnummer 2.04.001.0.0170.0, shop.sicherheitserziehung.de Plakat "Rauchwarnmelder – bald sind sie überall Pflicht" Artikelnummer 2.04.001.0.0167.0, shop.sicherheitserziehung.de Broschüre "Rauchwarnmelder helfen Leben retten" Artikelnummer 2.04.001.0.0012.0, shop.sicherheitserziehung.de Haftnotiz mit Vordruck "Rauchmelder kaufen" Artikelnummer 2.04.001.0.0171.0, shop.sicherheitserziehung.de
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