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Schadenverhütung –

Sicherheit ist kein Zufall

Achtung, Sturmgefahr! Schützen Sie sich vor Wind und Sturm

Nachweislich hat sich das gewohnte Wettergeschehen in unseren Breitengraden geändert. Mehr Stürme und stärkere Unwetter, zum Teil auch mit Hagel, kennzeichnen die Entwicklung der letzten Jahre.
Windgeschwindigkeiten von mehr als 62 km/h (Windstärke 8 nach der Beaufort-Windskala) und Starkregenfälle sind keine Seltenheit. Häufig treten auch Orkane (mehr als 118 km/h) auf. In der Wirkungsschneise von Stürmen sind schwere Verwüstungen an Haus, Hof und Natur die Folge.
Was können wir dagegen tun?

  • Klimaschutz mit dem Ziel, den negativen Folgen der globalen Erwärmung entgegenzuwirken, ist eine Aufgabe der Gemeinschaft.
  • Wetterschutz für den jeweiligen Besitz kann jeder dagegen selbst erbringen.

Die Landesbauordnungen verpflichten Hausbesitzer, Gebäude instand zu halten. Das regelmäßige Prüfen des Bauzustandes und die Beseitigung von Mängeln bedeuten auch Schutz gegen mögliche Haftungsansprüche. Die Instandhaltungspflicht ist ebenfalls in den Versicherungsbedingungen dargelegt.

  • Schließen Sie Fenster, Türen, Dachfenster, Luken, Lichtkuppeln und Fensterläden. Fahren Sie die Markisen ein. Sichern Sie auch Ihre Gartenmöbel. (Türen, Fenster und Dachluken sollten Sie generell bei Verlassen des Hauses schließen.)
  • Reinigen Sie verstopfte Abläufe (z. B. Regenrinnen und Bodenabläufe im Lichtschacht am Kellerfenster), damit die bei einem Sturm auftretenden Regenmassen ungehindert ablaufen können.
  • Überprüfen Sie die Funktionstüchtigkeit von Rückstausicherungen.
  • Bringen Sie Ihr Auto in Sicherheit.


* Kunden der Westfälischen Provinzial können sich kostenlos über das Unwetterfrühwarnsystem WIND (Weather Information on Demand) nicht nur vor Sturm, sondern auch vor weiteren drohenden Wettergefahren warnen lassen. WIND entstand durch die enge Zusammenarbeit mit Meteomedia, dem Wetterdienst von Jörg Kachelmann, dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik und den öffentlichen Versicherern. Entstanden ist ein präzises System, das die Nutzer bis auf Postleitzahlenebene genau je nach Unwetter bis zu 36 Stunden vor dessen Eintreffen warnt.

Ein gut unterhaltenes Gebäude gefährdet keine Personen und bietet einem Sturm oder Hagel weniger Angriffsfläche. Zum Beispiel kann eine Sturmböe ein morsches Ortgangbrett leicht abreißen. In der Folge hat der Sturm dann einen leichteren Zugang, um Dachziegel oder das ganze Dach abzuheben.
Welche Gebäude und Gebäudeteile sind eher sturmgefährdet und erfordern mehr Beachtung?

  • Höhere Gebäude
  • Gebäude in exponierten Lagen wie z. B. in Höhenlagen ab 600 m über dem Meeresspiegel
  • Gebäude, die quer zur Hauptwindrichtung stehen
  • Großflächige Dächer und Dächer mit einer stärkeren Dachneigung
  • Nicht ausgebaute Dächer (Dächer ohne Unterverschalung), die häufig in der Landwirtschaft vorkommen
  • Rand- und Eckbereiche, besonders bei Flachdächern
  • An- und Aufbauten auf Dächern (Kamine, Dachgauben), da hier verstärkt Verwirbelungen auftreten

Steildach


Betrachten Sie Ihren Besitz eingehend und nehmen Sie Kontakt mit einer Fachfirma (z. B. Firmen des Dachdeckerhandwerks) auf, wenn Sie eine oder mehrere der nachfolgend aufgeführten Fragen mit „Ja“ beantworten können:

  • Sind Regenfallrohre, Dachrinnen oder Schneefanggitter abgerissen, verrostet oder verbogen?
  • Sind die Befestigungen der Antennen- und Blitzschutzanlage verrostet oder lose?
  • Sind die Anschlüsse an Dachfenstern, Luken, Lichtkuppeln, Kaminen oder andere Blechabdeckungen schadhaft oder fehlen sie völlig?
  • Sind die hölzernen Bauteile des Daches (wie Dachüberstand, Dachlatten) morsch oder von Fäulnis oder Schädlingen befallen?
  • Haben sich die First-, Trauf-, Grat- und Ortgangziegel gelöst, sind sie beschädigt oder fehlen sie?
  • Dachziegel, Dachplatten oder die Verankerungen und Verklammerungen – sind diese beschädigt, haben sie sich gelockert oder fehlen sie?
  • Ist der Verstrich der Dachziegel lose oder bereits abgebröckelt?
  • Sind die Dächer vermoost oder rissig?
  • Haben sich Risse oder Abplatzungen an den Kaminen oder in der Außenverkleidung gebildet?

Flachdach

  • Ist die Schweißnaht der Dachbahnen aufgebrochen?
  • Gibt es schadhafte oder abgerissene Teile oder Blasen und Risse in der Dachhaut?
  • Ist die Kiesschüttung unregelmäßig oder fehlt der Kies an einigen Stellen?
  • Ist die Dachrandeinfassung beschädigt oder fehlt sie?
  • Dringt durch die Dachhaut bereits Feuchtigkeit?

Wartungsverträge mit Fachfirmen, die die begrenzte Haltbarkeit der Dachhaut regelmäßig überprüfen, können – gerade bei dem meist schwer einsehbaren Flachdach – von Nutzen sein.
Bei Sturm besonders gefährdet sind auch im Bau befindliche Gebäude mit noch unverschlossenen Öffnungen. Auch Kräne und Gerüste an diesen Orten bedürfen einer festen Verankerung, um niemanden und nichts zu gefährden. Ebenfalls schnell Opfer eines Sturms werden leichtere Bauteile wie Zelte, Traglufthallen oder Gewächshäuser.

Bäume in der Nähe Ihres Hauses können bei einem Sturm schwere Schäden verursachen. Vorsorglich sollten Sie Ihren Baumbestand prüfen lassen (oder selber genau besichtigen) und handeln, wenn die angrenzenden Bäume 

  • ausladende, das Gebäude berührende, angefaulte oder vertrocknete Äste haben
  • bereits gehobenes Wurzelwerk haben oder schon sehr schief stehen (flachwurzelnde Nadelbäume sind hier am gefährdetsten) oder
  • offensichtlich krank sind.

  • Zeigen Sie Ihrem Versicherer den festgestellten Schaden unverzüglich an, erstellen Sie zur Beweissicherung Fotos und teilen Sie die voraussichtliche Schadenhöhe mit. Dabei erfolgt eine Absprache bezüglich Besichtigung und Reparaturfreigabe.
  • Helfen Sie, den Schaden so gering wie möglich zu halten:

    • Notabdeckung und Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit
    • Befestigung oder Entfernen loser Teile

  • Lassen Sie Ihr Dach von einer Fachfirma reparieren.
  • Wenden Sie sich im Zweifel an Ihren Versicherer. Er wird Sie mit Rat und Tat unterstützen.

Versichert sind, sofern nichts anderes vereinbart ist:

  • Schäden, die durch unmittelbare Sturmeinwirkung am Gebäude entstehen
  • Schäden durch Bäume oder sonstige Gegenstände, die der Sturm auf das versicherte Gebäude wirft
  • Schäden, die eindringende Niederschläge am Gebäude anrichten, wenn der Sturm das Dach abgedeckt hat

Nicht versichert sind, sofern nichts anderes vereinbart ist:

  • Schäden durch Regen, Schnee oder Schmutz, wenn diese Niederschläge durch unverschlossene oder undichte Türen, Fenster oder Öffnungen eindringen
  • Schäden durch Sturmflut, Lawinen, Schneedruck
  • Schäden vor der Bezugsfertigkeit des Gebäudes

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