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Schadenverhütung –

Sicherheit ist kein Zufall

Die Macht der Elemente So beugen Sie aktiv vor

„Sturmtief richtet Millionenschaden an“ oder „Regenmassen überfluten Stadtteile“ ...
Ob Gewitter mit heftigen Niederschlägen und Sturmböen, Orkane, Glatteisregen oder Hagelschlag– Unwetter mit extremen Wettererscheinungen richten jährlich Schäden in Millionenhöhe an.

  • Lokale Starkregen setzen ganze Straßenzüge unter Wasser und verursachen durch Rückstau in der Kanalisation erhebliche Schäden an Gebäuden und Hausrat.
  • Aber nicht immer tragen Unwetter die Schuld an sogenannten Elementarschäden, auch lang anhaltender Regen und Schneeschmelze können Gewässer über ihre Ufer treten lassen und zu großflächigen Überschwemmungen führen.
  • Kräftige Stürme, die in unseren Breitengraden nicht einmal ungewöhnlich sind, verursachen mit orkanartigen Böen vor allem in den Wintermonaten erhebliche Sachschäden.
  • Zumeist sind die Schäden an Fahrzeugen oder durch abgeknickte Bäume, zerstörte Dächer, umgestürzte Bauzäune und Strommasten lokal begrenzt.

 

Wie kommt es zum Rückstau?

Die Kommunen dimensionieren aus wirtschaftlichen und technischen Gründen die Größe der Kanalleitungen für die Entwässerungsfunktion im Normalbetrieb. Die Wassermassen wolkenbruchartiger Niederschläge können die Leitungen somit nicht aufnehmen und es kommt zum Rückstau. Dabei werden die großen Wassermengen bis zu der Ebene zurückgedrückt, an der sie wieder austreten können (Rückstauebene). In den meisten Fällen ist dies die Straßenoberfläche.

Dringt das Abwasser zurück in Keller und Wohnräume, ist mit folgenden
Konsequenzen zu rechnen:

  • Zerstörter Hausrat
  • Angegriffene Bausubstanz mit möglicher Wertminderung der Immobilie
  • Entfeuchtungs- und Renovierungsarbeiten
  • Gesundheitsrisiken für die Bewohner

Schützen Sie sich vor Schäden!

Rückstausicherungen verhindern das Eindringen von Abwasser.
Um die Folgen von Rückstau zu verhindern, müssen alle Räume unter der Rückstauebene, in denen sich Sanitärobjekte wie Waschbecken, WC-Anlagen, Duschen, Waschmaschinen etc. befinden, vor Wasseraustritt geschützt werden. Je nach örtlicher Gegebenheit kann die Lösung eine Hebeanlage, aber auch ein Rückstauverschluss sein.

Schutz vor Rückstauschäden

Es gibt verschiedene Arten von Rückstausicherungen. Hierzu zählen Rückstauverschlüsse und Hebeanlagen. Der Einbau beider Vorrichtungen hängt
von verschiedenen Faktoren ab.

Rückstauverschlüsse

  • Für Räume von untergeordneter Nutzung. Keine Gefährdung von hohen Sachwerten.
  • Bei Rückstau muss auf die Benutzung der Ablaufstellen verzichtet werden können.
  • Wird ein WC entwässert, muss oberhalb der Rückstauebene ein weiteres WC zur Verfügung stehen.
  • Die Abflussleitung muss natürliches Gefälle zum öffentlichen Kanal haben.
  • Rückstauverschlüsse gibt es als Einzelsicherung, wie ein Bodenablauf oder Siphon, oder als Sammelsicherung zum Einbau in die Grundleitung.

Hebeanlagen

Was jedoch, wenn Sie in einer Souterrainwohnung leben, die Waschküche oder den Heizungsraum nutzen müssen und kein Gefälle zum Kanal besteht?

  • Hier sind Hebeanlagen erforderlich, die das anfallende Abwasser über die Rückstauebene in den Abwasserkanal pumpen.
  • Besonders wichtig ist der richtige Einbauort der Rückstausicherung. Nur Ablaufstellen, die unterhalb der Rückstauebene liegen, müssen gesichert werden.
  • Der nicht fachgerechte Einbau einer Rückstausicherung kann zu fatalen Folgen führen. Lassen Sie sich deshalb vor dem Einbau einer Rückstausicherung von einem Sanitärfachbetrieb beraten.

Kommunen haften grundsätzlich nicht für Schäden durch Rückstau. Maßgebend ist meist die Entwässerungssatzung der Kommune. Als Grundstückseigentümer sind Sie deshalb verpflichtet, geeignete Vorkehrungen gegen Rückstauschäden zu treffen.

Hochwasser gehören zu den seltenen Naturereignissen, die aufgrund von lang anhaltenden starken Niederschlägen oder Schneeschmelze entstehen. Auch wenn der Hochwasserschutz in der Verantwortung staatlicher und kommunaler Stellen liegt, die private Schadenvorsorge liegt in Ihrer Hand. So kann sich eine angepasste Nutzung der Kellerräume in überschwemmungsgefährdeten Gebieten für Sie schadenmindernd auswirken.

  • Ist das Gebäude überschwemmungsgefährdet, sollten Sie die komplette Haustechnik oberhalb des Hochwassergefahrenbereichs planen und möglichst auf hochwertig ausgebaute Wohn- und Nutzräume verzichten.
  • Schwellen oder Aufkantungen bieten bei besonderen Wetterlagen keinen ausreichenden Schutz vor einflutendem Oberflächenwasser.

Wassergefährdende Stoffe wie Heizöl stellen bei Hochwasser ein besonderes Risiko für die Umwelt dar. Die Lagerung wassergefährdender Stoffe unterliegt deshalb in Überschwemmungsgebieten besonderen gesetzlichen Anforderungen.

  • Dringt Wasser in ein Gebäude ein und sind die Heizöllagerbehälter nicht entsprechend gesichert, können sie aufschwimmen, umkippen und es können Rohrleitungen abgetrennt werden. Schlimmstenfalls werden die
    Behälter durch den Wasserdruck zerstört oder undicht.
  • Grundsätzlich sollte auf eine Heizöllagerung in Überschwemmungsgebieten so weit wie möglich verzichtet werden, da eine Sicherung des Heizöltanks für einen Hochwasserfall sehr aufwändig und teuer ist.

Wichtige Informationen zur Lagerung von Heizöl in hochwassergefährdeten Gebieten erhalten Sie bei Ihrem Fachbetrieb!

Stürme zählen zu den unabwendbaren Naturereignissen. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h richten Stürme auch in Deutschland verheerende Schäden an.

  • Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume, beschädigte Autos oder umgerissene Baugerüste gehören zu den typischen Sturmschäden.
  • Nicht selten kommen Personen durch herabstürzende Dachziegel zu Schaden.
  • Insbesondere im Spätherbst und Winter, wenn die Temperaturschwankungen am größten sind, ist auch die Sturmintensität am stärksten.
  • Die häufigsten Sturmereignisse in Deutschland sind jedoch regionale Starkwinde, wie Gewitter- und Hagelstürme, die zu hohen Schäden führen können.

 

Sturmschäden an Dächern

Gebäude in exponierter Lage oder mit unregelmäßigen Formen sind besonderen Windbelastungen ausgesetzt. Besonders sturmgefährdet sind die Dächer. Durch vorbeugende Maßnahmen und richtige Vorkehrungen können Sie selbst dafür sorgen, dass Schäden vermieden werden oder sich im Rahmen halten. Achten Sie deshalb auf

 

  • fehlende oder beschädigte Dachziegel oder Dachplatten sowie Verankerungen
  • beschädigte Dachrinnen und Fallrohre
  • aus der Verankerung gerissene Antennenanlagen und Blitzableiter
  • eine fehlende oder beschädigte Dachrandeinfassung.

So schützen Sie sich:

  • Lassen Sie in regelmäßigen Abständen einen Dach-Check von „Meisterhand“ durchführen. Versteckte Schäden durch Frost und Sturm, die Sie als Laie nicht ohne Weiteres erkennen können, werden von einem Fachbetrieb rechtzeitig erkannt und repariert.
  • Auch die auf Ihrem Grundstück stehenden Bäume sollten in angemessenen zeitlichen Abständen einer Sichtprüfung unterzogen werden. Nur gesunde Bäume können einem Sturm standhalten.
  • Schließen Sie bei aufkommendem Sturm Fenster, Türen, Dachfenster und Lichtkuppeln und rollen Sie die Markisen auf.
  • Denken Sie auch daran, Gegenstände im Freien, wie z. B. Gartenmöbel und Sonnenschirme, wegzuräumen oder zu fixieren!
  • Reinigen Sie verstopfte Abläufe (z. B. Regenrinnen und Bodenabläufe im Lichtschacht am Kellerfenster), damit die bei einem Sturm auftretenden Regenmassen ungehindert ablaufen können.
  • Bringen Sie Ihr Auto in Sicherheit.

Unwetter können nicht verhindert werden. Sie selbst können jedoch dazu beitragen, die Schäden an Gebäuden und Anlagen zu verringern. Durch Ihren persönlichen Einsatz lassen sich sehr viele typische Unwetterschäden vermeiden!

Klima im Wandel – eine Gefahr für Mensch und Haus

Seit einigen Jahren werden die Folgen der Klimaveränderung als Ursachen für die vermehrt auftretenden Unwetter und Extremhochwasser diskutiert. Kunden der Provinzial können sich kostenlos über das Unwetterfrühwarnsystem WIND (Weather Information on Demand) nicht nur vor Sturm, sondern auch vor weiteren drohenden Wettergefahren warnen lassen.

Durch die individuelle Zustellung der Unwetterwarnungen und zusätzliche Informationsangebote der Unwetterzentrale im Internet unter www.unwetterzentrale.de haben Sie die Möglichkeit, sich frühzeitig und umfassend über ein nahendes Unwetter zu informieren und vorbeugende Maßnahmen zu treffen.

Die Unwetterwarnungen können Sie wahlweise per SMS oder E-Mail via Internet erhalten. Infos erhalten Sie in jeder Provinzial Geschäftsstelle oder Sparkassenagentur.

Das Unwetterfrühwarnsystem WIND entstand durch die enge Zusammenarbeit mit Meteomedia, einem der führenden Wetter-Dienstleister in Europa mit eigener Unwetterzentrale, dem Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik und den öffentlichen Versicherern.

Gegen welche Risiken können Sie sich versichern?
Durch den Einschluss von Elementarbausteinen in die Wohngebäude- und Hausratversicherung können Sie sich als Hausbesitzer oder Mieter finanziell gegen Schäden durch Unwetter und Naturgewalten schützen.
In unseren Provinzial Geschäftsstellen und den Sparkassen werden Sie umfassend beraten.

  • Versichert sind u. a. Schäden durch Überschwemmungen, Rückstau und Schneedruck.
  • In der Wohngebäudeversicherung bereits enthalten ist ein umfassender Versicherungsschutz gegen Sturmschäden.
  • Versichert sind auch Schäden, die durch den Sturm unmittelbar entstanden sind, sowie Schäden am Gebäude, verursacht durch umgestürzte Bäume.
  • Teil- und Vollkaskoversicherung kommen für Schäden auf, die Sturm, Hagel oder Blitzschlag am Auto hinterlassen haben.

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