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Best Practice –

– bewährte Praxis-Beispiele
zur Brandschutzerziehung und -aufklärung

Best Practice Von anderen lernen

An dieser Stelle präsentieren wir Praxisbeispiele zu den Themen „Brandschutzerziehung“ und „Brandschutzaufklärung“.

Dabei handelt es sich um bewährte Methoden und Veranstaltungsformate, mit deren Hilfe ein Grundverständnis für die Notwendigkeit brandschützender Maßnahmen sowie den optimalen Einsatz von Hilfsmitteln vermittelt wurde.

Sie können diese einzelnen Fallbeispiele in der unten stehenden Liste abrufen.
In der rechten Spalte finden Sie die einzelnen Best Practice Cases noch einmal zum Herunterladen im PDF-Format.

Haben Sie selber eine Konzept für eine aufklärende oder erzieherische Maßnahme erstellt?
Dann können Sie diese in die Sammlung einpflegen. Nach einer kurzen Prüfung und Freigabe erscheint Ihr Beitrag für mehr Brandschutz ebenfalls in der Liste.

Um einen Beitrag einzupflegen, ist eine kurze Registrierung erforderlich.
Anschließend haben Sie nach dem Login die Möglichkeit, über die Schaltfläche „Eigenes Praxisbeispiel vorstellen“ Angaben zu Ihrem Programm zu machen.
Sofern Sie einen unserer Notrufkoffer in der Brandschutzerziehung einsetzen, würden wir uns über eine kurze Rückmeldung zu Ihren Erfahrungen freuen. Sind Sie mit dem Notrufkoffer als begleitendes Instrument zufrieden? Haben Sie Anregungen oder Verbesserungsvorschläge? Mit der Beantwortung eines kurzen Fragebogens helfen Sie uns sehr. Vielen Dank.

Best-Practice Fallbeispiele

Der VdF NRW ist der große Fachverband für Fragen des Feuerwehrwesens und der Rettungsmedizin in unserem Bundesland. Er begleitet technische Entwicklungen und entwirft durch seine Fachvertreter Empfehlungen und Hilfen für die Arbeit der Feuerwehren. Zudem bringt er seinen Fachverstand in die Gesetzgebungsverfahren und in Arbeitsgruppen in Deutschlands bevölkerungsreichsten Bundesland ein. Von der Eifel bis Westfalen/Lippe, vom Münsterland durch das Ruhrgebiet bis ins Siegerland stehen Nordrhein-Westfalens Feuerwehren 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr bereit für den Ernstfall.

Best Practice / Rauchwarnmelderpflicht (Musterbeispiel)

Titel
Rauchwarnmelderpflicht (Musterbeispiel)

Datum / Ort
20.02.17, Verband der Feuerwehren NRW
Stadt / Verfasser
Wuppertal, Verband der Feuerwehren NRW

Teilnehmerzahl
24


Thema / Ziel
Die neuen Vorschriften für Vermieter/Wohneigentümer zur Anbringung von Rauchwarnmeldern mit Schwerpunkt auf den gesetzlichen Anforderungen des Landes Nordrhein-Westfalens.
In Deutschland ist die Verpflichtung zur Ausstattung von Wohnungen mit Rauchwarnmeldern in der jeweiligen Landesbauordnung der einzelnen Bundesländer geregelt.

Mit Stand Juli 2016 haben alle 16 Länder die Ausstattung von Wohnungen mit Rauchwarnmeldern für “Neubauten und umfangreiche Umbauten” gesetzlich festgelegt. Zuletzt hat Berlin im Juni 2016 seine Bauordnung ergänzt. Die Rauchmelderpflicht tritt dort für Neubauten am 1. Januar 2017 in Kraft.

Vielen Vermietern/Wohneigentümern ist dieser Umstand nicht bekannt. Durch die Aufklärung über die gesetzliche Vorschrift und praktische Hinweise zur korrekten Installation von geeigneten Rauchwarnmeldern sollen Wissensdefizite abgebaut und eine flächendeckende Einhaltung der neuen gesetzlichen Anforderung erreicht werden.

Durchführung
Bereitstellung der gesetzlichen Grundlagen:
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat am 04.12.2012 die Änderung der Landesbauordnung beschlossen.

Am 20.03.2013 wurde im Landtag beschlossen, den §49 der Landesbauordnung NRW durch den folgenden Absatz 7 zu ergänzen:

(7) In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Dieser muss so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Wohnungen, die bis zum 31.03.2013 errichtet oder genehmigt sind, haben die Eigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31.03.2013 selbst übernommen.

Es gelten folgende Pflichten und Übergangsregelungen sowie Verantwortlichkeiten:

Einbaupflicht
- für Neu- und Umbauten: ab 01.04.2013
- für bestehende Wohnungen: bis 31.12.2016

Mindestens ein Rauchwarnmelder ist einzubauen in allen
- Schlafräumen
- Kinderzimmern
- Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen

Verantwortlich
- für den Einbau: der Eigentümer
- für die Betriebsbereitschaft: der Besitzer (bei Mietwohnungen = Mieter)

Feedback
Die Veranstaltung wurde gut aufgenommen. Die Annahme, das vielen Vermietern/Wohneigentümern die neue gesetzliche Anforderung nicht im Detail bekannt ist, konnte bestätigt werden. Es besteht weiterhin Aufklärungsbedarf.

Folgende ergänzende Fragen kamen im Lauf der Veranstaltung auf:

Frage 1.
Gehört das Treppenhaus ebenfalls zum Fluchtweg oder nur der Flur in der Wohnungsetage?

Zu 1.)
Die Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern betrifft nur die Wohnung. (Damit sind natürlich auch Einfamilienhäuser, Reihenhäuser usw. gemeint.) Ein gemeinschaftlich genutztes Treppenhaus in einem Mehrfamilienhaus (auch zum Beispiel Kellerräume usw.) gehören zu keiner Wohnung und sind somit nicht betroffen.

Frage 2.
In welchem Abstand sind die Funktionsprüfungen auszuführen?

Zu 2.)
Maßnahmen und deren zeitliche Intervalle für den Betrieb der Rauchwarnmelder gehen einzig und alleine aus der Betriebsanleitung für das verwendete Gerätes hervor.

Frage 3.
Sind die Prüfungen schriftlich festzuhalten ?

Zu 3.)
Uns ist keine Vorschrift bekannt, nach der die Funktionsprüfung der Rauchwarnmelder durch die Bewohner dokumentiert werden muss.
Was anderes ist natürlich die Prüfung durch einen Fachmann; der dokumentiert die Maßnahmen fachgerecht.

Frage 4.
Bei festverbauten Batterien in RM ist das Ende der Battereilaufzeit auch das Ende des RM. Bei nicht festverbauten Batterien in RM wo die Batterei erneuert werden kann, wie lange darf ich da einen RM wieder benutzen?

Zu 4.)
Unabhängig von der Art der Stromversorgung (fest eingebaute Batterie, wechselbare Batterie oder externe 230V-Stromversorgung) muss auf jedem Rauchwarnmelder ein Datum angegeben sein, bis zu dem das Gerät ausgetauscht werden muss. Das angegebene Datum gilt unter üblichen Bedingungen in einer (beheizten) Wohnung und regelmäßiger Instandhaltung nach Betriebsanleitung. Meist liegt das Austauschdatum bei Rauchwarnmelder mit fest eingebauten Batterie etwa 11 bis 12 Jahre nach dem Produktionsdatum. Bei Rauchwarnmeldern mit wechselbarer Batterie sind es manchmal nur 5 Jahre.

Materialien
Rauchwarnmelder mit fest verbauter Batterie

Plakat "Rauchwarnmelder – werden Sie aktiv"
Artikelnummer 2.04.001.0.0170.0, shop.sicherheitserziehung.de

Plakat "Rauchwarnmelder – bald sind sie überall Pflicht"
Artikelnummer 2.04.001.0.0167.0, shop.sicherheitserziehung.de

Broschüre "Rauchwarnmelder helfen Leben retten"
Artikelnummer 2.04.001.0.0012.0, shop.sicherheitserziehung.de

Haftnotiz mit Vordruck "Rauchmelder kaufen"
Artikelnummer 2.04.001.0.0171.0, shop.sicherheitserziehung.de

Best Practice / Brandschutzerziehung/-aufklärung mit dem Notrufkoffer

Titel
Brandschutzerziehung/-aufklärung mit dem Notrufkoffer

Datum / Ort
01.03.17, Verband der Feuerwehren NRW
Stadt / Verfasser
Wuppertal, Verband der Feuerwehren NRW

Teilnehmerzahl
16


Thema / Ziel
Einführung und Erläuterung des Notruf- oder Brandschutzkoffers als begleitendes Werkzeug zur Brandschutzerziehung und -aufklärung.
Mit der Veranstaltung soll Brandschutzerziehern vermittelt werden, wie der Brandschutzkoffer bestmöglich eingesetzt wird.
Die Vorführung der im Koffer enthaltenen Exponate hilft bei der Wissensvermittlung und macht die einzelnen Funktionsweisen greif- und nachvollziehbar.

Durchführung
Nach einer Begrüßung und der Erläuterung der Notwendigkeit von brandschutzerzieherischen Maßnahmen werden die einzelnen Bestandteile des Brandschutzkoffers vorgestellt.

Verbrennungsdreieck:
Bestehend aus 3 hölzernen Säulen, die die notwendigen Bedingungen für die Entstehung eines Feuers zeigt: brennbares Material, Zündtemperatur und Sauerstoff. Nur wenn diese drei Faktoren zusammen kommen, kann ein Brand entstehen. Im Gegenzug bedeutet dies, dass bei Verhinderung einer dieser drei Einflussgrößen bereits ein wichtiger Schritt zum Brandschutz bzw. zur Brandvermeidung erreicht ist.

Rauchwarnmelder + Prüfspray:
Seit 2016 sind Rauchwarnmelder Pflicht in Wohneigentum und Mietwohnungen. Rauchwarnmelder sind unverzichtbar für die Sicherheit im Brandfall, da sie lautstark Alarm geben, bevor es zu gefährlichen Rauchgasvergiftungen kommen kann. Die Funktionsweise des Rauchwarnmelders – eintretende Rauchpartikel lenken das Licht einer periodisch aufblinkenden Lampe auf eine Fotozelle – kann mit Hilfe des Prüfsprays demonstriert werden. Auch die Lautstärke des Rauchwarnmelders und die Funktion zum Testen der Betriebsbereitschaft lassen sich mit dem Muster demonstrieren.

Druckknopfmelder:
Dieses Gerät befindet sich vorrangig in öffentlichen Gebäuden. Den Teilnehmern kann die praktische Handhabung vermittelt und der Ablauf des Alarms von Auslösen bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte erklärt werden.

Fluchthaube:
Die Fluchthaube kann Im Einsatz bei der Evakuierung von Bewohnern genutzt werden. Sie bietet vorübergehenden Schutz vor Rauchgasen und ermöglicht das Durchqueren auch verrauchter Korridore und Treppenhäuser. Das Aufsetzen und die Kontrolle des sicheren Sitz kann demonstriert und geübt werden.

Notruftelefon:
Mit dem Set aus zwei Telefonen inklusive Stromversorgung (eines davon mobil, das andere dient als Leitstellentelefon mit Freisprecheinrichtung) kann die Meldung von Brandfällen demonstriert werden. Die 5 wichtigen "W" (Wer meldet das Ereignis? Wo geschieht es? Was ist geschehen? Wie viele Verletzte? Warten auf auf Rückfragen) lassen sich so praxisnah trainieren.

Hygienemittel:
Dienen zur Reinigung von Fluchthaube und den Armaturen der Telefonelemente nach jeder Benutzung.

Feedback
Die Maßnahme wurde ausnahmslos positiv aufgenommen.

Materialien
Brandschutz-/Notrufkoffer, bestehend aus

– Verbrennungsdreieck
– Rauchwarnmelder
– Prüfspray für den Rauchwarnmelder
– Druckknopfmelder
– Brandfluchthaube
– Notruftelefon
– Hygienemitteln
– begleitenden Informationsflyern
– Moderationsmappen für die Durchführung der Schulungsmaßnahme
Vorstellungstext zur Feuerwehr
Hier steht der "Wir stellen uns vor"-Text aus dem Registrierungsprozess. Wie lang darf er sein? Wo wird er später abgebildet? Das ist an dieser Stelle nicht so ganz klar. Eventuell sollte man hier eine großzügige Zeichenbegrenzung einführen und anzeigen.

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